1-Modellhaft-hier-Schwindrohr-eingezeichnet

Fugenausbildung und Fugenabdichtung

16 April 2019

Fugenausbildung und Fugenabdichtung bei wasserundurchlässigen Bauwerken aus Beton hier in Oldenburg

Die Schwindrohre, das sogenannte Dichtrohr, wird eingesetzt bei Betonwänden aus Ortbeton (vor Ort erstellter Beton). Mit dem Dichtrohr in der Betonwand und Dreiecksleisten an den Außenseiten wird ein Riss in dem Querschnitt gezielt provoziert. So kommt es nicht zu ungewollten Rissen, die man später nicht verschließen kann. Die Anordnung von Sollrissfugen sollten vom Statiker geplant und auf der Baustelle auch umgesetzt werden. Es gibt Schwindrohre in unterschiedlichen Durchmessern, ja nach Wandquerschnitt.

Buchtipp
Fugenabdichtung bei wasserundurchlässigen Bauwerken aus Beton
2. überarbeitete und erweiterte Auflage
ISBN 978-3-8167-7113-5
von Rainer Hohmann
Fraunhofer IRB Verlag
Bestellung über den Fraunhofer IRB-Verlag
oder über Buch Brader

Schwindrohre müssen geschosshoch ausgeführt werden und an das Dichtband der Anschlussfuge auf der Sohleplatte zur Wand nach Fachregel angeschlossen werden. Dies erst ermöglicht eine vollständige Abdichtung eines Kellers wie hier.
Die Schwindrohre sollen zur Stabilisierung hohlraumfrei ausbetoniert werden.

Schwindrohre sind nur zugelassen, wenn Sie ein „Allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis“ besitzen.

Bitte nichts selber basteln!

3-Ohne-Fugenbandklammern-beim-Betonieren-verschoben-irreparabel
4-Abdichtung-von-Sollrissquerschnitten-in-Bauteilen-aus-Beton-mit-hohem-Wassereindringwiderstand

Einige Regeln gilt es zu beachten, es gibt aber mehrere als hier aufgezählt:

  • Fugen sollen geradlinig und ohne Versprünge verlaufen.
  • Der Abstand von Bewegungsfugen zu Ecken, Kanten, Kehlen, Durchdringungen und aufgehenden Wänden sollte mindestens 30 cm und besser 50 cm betragen.
  • Schwindrohre sind vor dem Betonieren zu fixieren durch z. B. Fugenbandklammern.
5-Modellhafte-Abbildung-von-Schwindrohren
6-Schwindrohre-Anschluss-an-Dichtband