Buckelfoermige-Aufwoelbung-der-Estrichplatte-bewirkt-Randabsenkung-und-Riss-der-Dichtstofffuge

Schüsselungen oder Randabsenkungen bei schwimmenden Zementestrichen

7. Februar 2018
Putzwasser-kann-ungehindert-in-Fussbodenkonstruktion-einwandern-und-erzeugt-Schimmel
Abgerissene-Dichtstofffuge-nach-abgeklungener-Estrichschuesselung
Durch-Schwarzarbeit-zur-Nichtigkeit-von-Maengelanspruechen

Schwimmende Estriche haben sich eigentlich gut bewährt. Es kommt aber immer mehr zu Beanstandungen in den ersten drei Jahren.

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben reißen einhergehend mit der Verformung der Estrichplatten auch die Silikonfugen mit ab. Dies ist in vielen Fällen auf handwerkliche Fehler der Fliesenleger oder anderer Bodenleger zurückzuführen. Unabhängig davon, welche Bodenbeläge darauf appliziert worden sind.

Die Randabsenkungen können durchaus bis zu 15 mm groß werden. Diese Randabsenkung verursachen dann den Riss der Silikonfuge zwischen Fußbodenbelag und Sockel.

Solche Rissen werden wie auf den Bildern zu sehen Häufig vernachlässigt. So kann Putzwasser durch die gerissenen Fugen eindringen und bewirkt eine Einnässung der darunter liegenden Dämmung und technischen Leitungen bis hin zur Durchfeuchtung der Betondecke. Da in der Fußbodenkonstruktion alte Stäube und teils Holzspäne zu finden sind, ergibt sich dann auch noch ein verdeckter Schimmelpilzschaden, und die Sporen können über die defekte Silikonfuge in den Wohnbereich einwandern.

Mangel am Bau durch falsche Bauausführung

Durch die Trocknung des Estrichs kommt es zur sogenannten buckelförmigen Aufwölbung der Estrichplatte in der Mitte des Raumes. Dies führt zur Randabsenkung an den äußeren Zonen. Der Estrich trocknet an der Unterseite anders aus als an der oberen Fläche. Wird dann auch noch während der Trockenphase mit Zugluft (geöffnete Fenster sehe ich häufig) getrocknet oder der Bodenbelag zu früh aufgebracht, werden die Schäden an der Estrichplatte damit begünstigt. Risse im Estrich und dem Bodenbelag können so noch leichter entstehen. Bei dieser sogenannten Zuglufttrocknung kann sich meistens die Verformung manifestieren, da es hierdurch zu einer einseitigen Hydratation des Bindemittels Zement kommt.

Nachträgliche Setzungen des Estrichs durch das Schüsseln sollten und müssen in der zeitlichen Planung des Hausbaus unbedingt berücksichtigt werden. Auch sind Estriche immer vor der Verlegung eines Belages mit einer Restfeuchtebestimmung zu messen (CM-Messung), dies ist oberste Bodenlegerpflicht!

Grundsätzlich kann ein schadfreier Estrich hergestellt werden. Zumal die Bauherren Anspruch auf ein mangelfreies Gewerk haben, das ganze Haus betreffend. Leider muss ich oft erfahren, dass die Realität anders aussieht.

Was nützt die Meisterpflicht, wenn selbst ein Verbandsvorsitzender aus der Fliesenlegerbranche die CM-Messung nicht durchführt? Auf Nachfrage habe man das vergessen aber warum gerade auf einer Baustelle, wo ich als Projektleiter tätig war?

Die Oberbodenleger versuchen, sich von der Reparatur frei zu sprechen, und verweisen auf eine Wartungsfuge? Wenn sie so ein Argument hören, kontaktieren sie mich – ich helfe gern!