Schimmelpilzbefall-Sanierung-Sachverstaendiger

Nicht beim Heizen geizen! Gefahr für Schimmel steigt durch niedrige Raumtemperatur

05 September 2022
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Schimmelpilz durch Wärmebrücke

Wenn die Wärme geht, kommt der Schimmel. Im Zuge der Energiediskussionen wird eine in Mietverträgen vereinbarte Mindesttemperatur in Mietwohnungen vorerst für ein halbes Jahr ausgesetzt. Doch Energieeinsparung durch Niedrigtemperatur birgt das Risiko zur Feuchte- und Schimmelbildung in den Räumen. Siehe die bundesweit geltende „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen“.

Aus Unwissenheit über den Zusammenhang von Temperatur, Feuchtigkeit und in der Folge Schimmel ist damit zu rechnen, dass hier am falschen Ende gespart wird. Der Schimmelbefall bringt nicht nur ein hohes gesundheitliches Risiko mit sich, sondern muss am Ende teuer von den Mietern beseitigt werden und auch Wohnungs- und Hauseigentümer stehen dann vor hohen Kosten.

Auch eine unbewohnte Wohnung muss beheizt werden zur Vorbeugung von Schimmel. Dabei bringt der Klimawandel zunehmend trockene Sommer und nasse Winter. Kalte Luft hält dabei weniger Feuchtigkeit. Sind die Wände dann noch ausgekühlt, schlägt sich an diesen das Kondenswasser aus der Luft nieder. Auf organischem Material wie Tapeten und Kleister bildet sich so der ideale Nährboden für Schimmelpilze.

Allgemein empfohlen wird eine Temperatur von um die 20 Grad Celsius tagsüber, um Schimmelbildung zu vermeiden. In Schlafräumen sollte die Temperatur nicht dauerhaft unter 16 Grad fallen. Hinzu kommt das Problem, dass Luft aus wärmeren Zimmern, die mehr Feuchtigkeit gespeichert hat, das Risiko erhöht, dass sie dann in den kälteren Zimmern zu kondensiertem Wasser an den Wänden führt.

Das Lüften ist dabei unverzichtbar und man sollte zweimal täglich Lüften für ungefähr fünf Minuten. Idealerweise querlüften zwischen zwei oder mehreren Fenstern.